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WB Wohnen am See

Projekte 01
 

WB WOHNEN AM SEE
Linz 2016, Wettbewerb

Kein klassischer Masterplan,
mehr als eine Siedlung
Statt ein fixfertiges, selbstverständlich schönes, aber im Endeffekt doch rigides Bild bis ins letzte Detail zu entwickeln, haben wir uns folgende Frage gestellt: Wie können wir das öffentliche Interesse, die Qualität des Freiraumes, bestmöglich steuern?


Diese Frage ist in diesem konkreten Projekt besonders relevant, weil in ein paar Jahren fast 2000 Menschen, darunter sehr viele Kinder in diesem Quartier leben werden, das von drei Bauträger und vielleicht 11 unter- schiedlichen Architekturbüros entwickelt  wird. Daher haben wir nach einer sehr robusten Struktur gesucht, welche die Qualität des Außenraums und die Beziehung der Bauwerke zueinander sichern kann.

Ähnlich wie beim Zerschneiden von Leder, haben wir hier aus der riesigen, wertvollen Fläche Grundstücke gestanzt. Dabei gilt dem scheinbaren „Rest“ unsere größte Aufmerksamkeit.

Fixe Vorgabe sind demnach runde Grundstücke in den drei Größen S, M und L. Die Abstandsflächen dieser elf Grundstücke wird zum bestimmenden Freiraumgerüst. Mit fast zwingender Kraft wird wertvoller, öffentlicher Zwischenraum freigehalten. Mal als großer Park, mal nur als schmaler Weg bietet dieser eine gemeinsame Landschaft aus wilder Natur und bestimmtem Freiraum. Nicht nur unterschiedlichste Freizeitnutzungen finden hier statt, diese „Restfläche“ gibt vor allem die große städtebauliche Struktur und Leitlinien für die Entwicklung der Grundstücke und des Wohnquartier vor. Statt einer in dieser Siedlung nicht sinnvollen „Mitte“ haben wir uns für einen vielschichtigen, nicht-hierarchischen Zwischenraum entschieden.


 

Eine neue Idee von Vorstadt

Als Mittelweg zwischen durchgeplanter Siedlung und „Einfamilienhaus-Wild-West-Urbanismus“ geben Bebauungsspielregeln und der strukturierende Freiraum dem Wohnquartier seine Gestalt. Jeder Bauplatz ist anders und entwickelt eigene Qualitäten. Das Wohnquartier liefert Grün, Vielfalt und Raum für Gemeinschaft und aktive Nachbarschaften.



Öffentlich, halböffentlich und privat

Die Häuser jeder Gruppe beziehen sich klar aufeinander, bleiben jedoch freistehend. Die freie Durchwegung des Gebiets bleibt erhalten. Die Grenze zwischen öffentlichem Grün- und Freiraum und halböffentlichem Innenhof bleibt klar und kann je nach Gruppe unterschiedlich ausgeformt sein. Eine Vielfalt an Haustypen liefert eine vielfältige Mischung und die richtige Körnung, um sich mit „seinem“ Haus und seiner unmittelbaren Nachbarschaft (ca. 130 bis 200 Menschen) zu identifizieren. Trotz der architektonischen Spielräume bleibt das gesamte Wohnquartier ein Ensemble. Eine 800m lange Quartiersstraße – Zulieferung ist jederzeit möglich, Parken jedoch nicht – verbindet alles.


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